Donnerstag, 19. Januar 2012

Polonnaruwa - das Heilige Viereck

Weit entfernt von den Klöstern aber in nächster Nähe zur Zitadelle, stehen auf einer erhöhten Fläche von 100 x 100m mehrere Tempelanlagen der Könige. Da die Reliquie des Heiligen Backenzahns von Buddha zum entscheidenden Symbol der Königswürde in Sri Lanka geworden war, erbauten die drei wichtigsten Könige hier jeweils ihren eigenen Zahntempel zum Schutz und zur Verehrung dieser Reliquie.


Thuparama (Statuenhaus)









Vatadage, Zahntempel des Parakramabahu








Buddha im Vatadage











Wächterstein vor dem Vatadage




Atadage, Zahntempel des Vijayabahu










Buddha im Atadage




















Buch aus Stein des Nissanka Malla
Satmahal Pasada, siebenstöckige Pyramide

Polonnaruwa - die neue Hauptstadt

Nachdem die Inder 993 n. Chr. Anuradhapura gestürmt hatten, richteten sie ihre Hauptstadt im 90 km südöstlich gelegenen Polonnaruwa ein. Die Rückeroberung des Landes durch die Singhalesen gelang bereits rund 60 Jahre später. Dennoch blieb Polonnaruwa Hauptstadt.

Zwei singhalesische Könige, Parakramabahu und Nissanka Malla, prägten die Stadt mit ihren Bauten. Im 13. Jh. n. Chr. wurde sie aufgegeben: Dschungel überwucherte Paläste und Klöster.

Parakramabahu






















Ratshalle des Parakramabahu

















Sonnenstein vor der Ratshalle

















Relief an der Ratshalle (Symbol für Weisheit)














Ratshalle des Nissanka Malla


Löwenthron des Nissanka Malla (Symbol für Stärke)

Dienstag, 17. Januar 2012

Reise nach Giritale

Die Reise nach Giritale dauerte aufgrund der Baustellen rund um Anuradhapura rund 2 Stunden. Ab Galkulama ist die Strasse jedoch in hervorrangendem Zustand und führt durch eine traumhaft schöne Landschaft mit endlosen Reisfeldern. Ab Habarana fährt man dann durch sanfte Hügel mit ausgedehnten Wäldern - und befindet sich plötzlich mitten im Elefantenland. Wenig später erreichen wir das Deer Park Resort in Giritale - Ausgangspunkt für die Exkursionen in das UNESCO-Weltkulturerbe Polonnaruwa.



























Montag, 16. Januar 2012

Palm Garden Village Hotel Anuradhapura

Wie bereits in Negombo, möchte ich auch für das Palm Garden Village Hotel in Anuradhapura eine kurze persönliche Beurteilung abgeben:

Lage des Hotels
Das Palm Garden Village Hotel liegt rund 8 km südlich des UNESCO-Weltkulturerbes Anuradhapura. Das hat sich als Vorteil erwiesen, da man alle Sehenswürdigkeiten problemlos in 30 Minuten per Tuk Tuk erreichen kann, ohne durch die permanent verstopfte New Town fahren zu müssen.

Unterbringung
Single Deluxe Room (Nr. 105) in einem Bugalow, kolonial eingerichtet, separates Badezimmer mit Dusche und Badewanne, individuelle Aircondition, Moskitonetz, Minibar, Clubtisch, separater kleiner Fernsehraum. Sehr sauber.

Restaurant
Das Restaurant sollte nicht nach dem abendlichen Buffet beurteilt werden, das den Ansprüchen bzgl. Zubereitung westlicher Gerichte nicht gerecht wird. Einige à la Carte Menues sind dagegen sehr gut. Tipp: auf Halbpension verzichten und à la Carte essen.

Servicelevel
Das Personal ist zunächst eher zurückhaltend und daran gewöhnt, dass die meisten Gäste nach 1-2 Tagen wieder abreisen. Wer länger im Palm Garden Village Hotel wohnt, wird jedoch sehr sympathische und aufgeschlossene Menschen kennen lernen. Schwach ist dagegen die Leistung der Rezeption: Hier versteht man nur dann Englisch, wenn alles in Ordnung ist.

Empfehlung
Gutes ***-Hotel in sehr schöner Parkanlage mit sensationellem Pool. Sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Link: www.palmgardenvillage.com






































Mihintale

Mihintale ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Sri Lankas. Nach der Vahamamsa, der Grossen Chronik, befand sich König Devanampiya Tissa hier auf der Jagd, als er einen weissen Hirsch erblickte. Er setzte ihm nach, das Tier verschwand und stattdessen stand der Mönch Mahinda, Sohn des indischen Kaisers Ashoka, vor ihm. Mahinda prüfte den König, befand ihn für würdig und bekehrte ihn zum Buddhismus. Dies macht Mihintale zur Wiege des Buddhismus in Sri Lanka. Mihintale liegt nur 12 km östlich von Anuradhapura inmitten bizarrer Felsformationen. Steigt man zum Heiligtum hinauf, benutzt man heute Treppen, die Generationen von Möchen und Pilger angelegt haben.

Haupttreppe

















Mahaseya Dagoba

















Mythologischer "Landeplatz" des Mahinda

















Panorama vom "Landeplatz"



















Ein Seitenaltar der Kantaka Dagoba

















Löwenbad (Wasserspeier) im nahegelegenen Kloster




















Sonntag, 15. Januar 2012

Abhayagiri

Das Hauptkloster Abhayagiri (1. Jh. v. Chr.) liegt nördlich des Zitadellen-Areals und folgte als erstes Kloster Sri Lankas den damals modernen Ideen des Mahayana-Buddhismus und des Tantrismus. Sehenswert sind unter anderem das Kuttam Pokuna (Zwillings-Bad), der heilige Samadhi Buddha, die Abhayagiri Dagoba, der Wächterstein des Kapitelhauses, der Mondstein des Statuenhauses und der Et Pokuna (Elefantenteich). Im Refektorium dienten ein Reisboot und ein Curryboot der gleichzeitigen Verpflegung von bis zu 7000 Mönchen.

Zwillings-Bad


















Reisboot für 7000 Mönche

















Curryboot für einen Hund ...

















Mondstein an der Schwelle zum Statuenhaus

















Abhayagiri Dagoba mit Bambusgerüst

Samstag, 14. Januar 2012

Mahavihara und Jetavana

Das Hauptkloster Mahavihara (3. Jh. v. Chr.) liegt in einer weiten steppenartigen Ebene. Zu sehen sind neben zwei eindrucksvollen weissen Dagobas (Mahatupa und Thuparama) diverse Fundamente von Klosteranlagen (Statuenhäuser, Refektorien, Unterkünfte) und einige schöne Wächersteine, die an den Aufgängen zu den Dagobas standen. Das Hauptkloster Jetawana (4. Jh. n. Chr.) liegt östlich des Mahavihara. Mit 120m überragte seine braune Dagoba sämtliche Gebäude der Stadt. Empfehlenswert ist zudem das Archäologische Museum mit diversen Buddha-Statuen und Wandmalereien aus dem normalerweise unzugänglichen Innersten einiger Dagobas.

Anuradhapura, Mahatupa










Anuradhapura, Jetawana


















Anuradhapura, Wächterfigur